Mitte März war eine Gruppe von acht Vertreterinnen der Beratungsstellen des Landes-Caritasverbandes für Oldenburg zusammen mit Sigrid Möller (Referentin für Gemeindecaritas, Kur und Erholung) an zwei Tagen zu Besuch in den Fachkliniken „Thomas Morus“ und „Maria am Meer“. In jedem Haus fand ein ausführlicher Hausrundgang statt, bei dem das jeweilige Maßnahme-Konzept vorgestellt wurde. Mit großem Interesse verfolgten die Beraterinnen die Schilderungen aus dem Klinikalltag woraus sich jeweils ein anregender Fachaustausch zwischen den Mitarbeiterinnen der Klinken und den Besucherinnen entwickelte. Das gegenseitige Kennenlernen und der gemeinsame Austausch unterstützen die Beraterinnen dabei, die ratsuchenden Frauen passgenau zu den verschiedenen Kliniken zu beraten. Dieses ist die entscheidende Grundlage für die Patientinnen für eine erfolgreiche Durchführung der jeweiligen Maßnahme, die nach Beendigung der Maßnahme nachhaltig in den Alltag wirkt. Das Kennen des jeweiligen Konzeptes, der Ausstattung der Häuser und die Abläufe der Maßnahme sind dabei wichtige Informationen für die Beraterinnen, die diese gezielt an die Ratsuchenden weitergeben können.
Es ist im Klinikalltag deutlich spürbar, wenn Patientinnen durch eine Beratungsstelle von unseren Kliniken gehört und auf die Maßnahme entsprechend vorbereitet wurden. Dabei wird von einer „therapeutischen“ Kette gesprochen, da die Patient*innen nach der Rückkehr in den Alltag auch durch Nachsorge-Gespräche in den Beratungsstellen Unterstützung bekommen können.
Im Hinblick auf den großen Bedarf der Mütter/Väter und Frauen ist es ein Alarm-Signal, dass in den letzten Jahren immer mehr der Beratungsstellen aus Kostengründen schließen mussten und die gute Zusammenarbeit zwischen der Caritas Gesundheitszentrum für Familien Norderney GmbH als Klinikträger und den Beraterinnen an vielen Stellen nicht weitergeführt werden konnte. Leidtragende sind in den meisten Fällen die Frauen, die ohne fachkundige Unterstützung den Weg zur Vorsorgemaßnahme nicht oder nur schwerlich finden.